Wer war John Rabe?

Er war Men­schen­ret­ter und Held auf der einen, Mit­glied der NSDAP und trau­riger Kriegsver­lier­er auf der anderen Seite. Die in Berlin lebende japanis­che Kom­pon­istin Mayako Kubo trägt schon lange den Gedanken, die ambiva­lente Per­sön­lichkeit John Rabes kün­st­lerisch auszuleucht­en. Für das mod­ern art ensem­ble hat sie unter dem Titel John Rabe – End­sta­tion Siemensstadt eine Szenen­folge nach Tage­buchaufze­ich­nun­gen entwick­elt, die der Per­son John Rabes nach­spürt. Das His­torik­er­la­bor e.V. schafft den Rah­men für die his­torischen Fak­ten und Quellen um die wider­sprüch­lichen Leben­sum­stände dieses Span­dauers. Die so ent­standene Konz­ert­per­for­mance mit Historiker:innen, Flöten, Perkus­sion, Stre­ichquar­tett und Elek­tron­ik wird am 15. Okto­ber 2021 in der Zitadelle Span­dau uraufge­führt. Im Vor­feld zur Urauf­führung lädt das His­torik­er­la­bor am 2. und 3. Okto­ber zu einem per­for­ma­tiv­en Stadtspazier­gang im aktuell entwick­lungs­freudig­sten Stadt­teil Berlins: SIEMENSSTADT. Die spielerische Ent­deck­er­tour mit sportlichen Ein­la­gen, Gesprächen, Musik und elek­trischen Exper­i­menten gibt anschauliche Ein­blicke in die Pla­nung dieses Stadt­teils, in die Entste­hung des Siemens-Konz­erns und in die Biografie des „Guten Deutschen von Nanking“.  (Foto: John Rabe © Archiv John Rabe Kom­mu­nika­tion­szen­trum e.V.)