Neo Hülckers „Musikgeschäft“

Eine Szene vor der Laden­theke: Eine quirlige Musikschü­lerin pro­biert sich durch das Block­flöten-Sor­ti­ment, während ein älter­er Herr am E‑Piano „La valse d‘Amélie“ von Yann Tiersen zum Besten gibt. Eine Met­al-Band lässt im Ver­stärk­er-Tes­traum die Gitar­ren aufheulen und der Verkäufer bietet seine Waren online im Teleshop­ping-Kanal an. Immer um 17:00 Uhr kommt der Post­bote, um die Pakete im angegliederten Paket-Shop abzu­holen … Bilder aus dem All­t­ag eines Musikgeschäfts, gestern wie heute. Ein Soziotop aktueller Musikpro­duk­tion, ein Ort voller Nos­tal­gie und Erin­nerun­gen an größen­wahnsin­nige Jugendträume, Tum­melplatz schüchtern­er Spät-Anfänger*innen und nerdi­ger Profimusiker*innen. Der Kom­pon­ist* Neo Hül­ck­er bringt in dem Online-Musik­the­ater „Das Musikgeschäft“ am 13. und 14. Feb­ru­ar 2021 ein solch­es Geschäft mit all seinen Instru­menten, Räu­men, der Laden­theke und Repara­turecke live auf die Online-Bühne. In sein­er sozial­musikalis­chen Alltäglichkeit wird dieser Ort mit neun sehr unter­schiedlichen Musik­er- und Performer*innen, wie dem Berlin­er Per­former und Kom­pon­is­ten Hen­ry Wilde aka Anto­nia Baehr, den Schauspieler*innen Hein­rich Hor­witz und Armin Wieser, der Klar­inet­tistin Car­o­la Schaal oder dem jun­gen Schlagzeuger David Nemtsov, bespielt. Das Pub­likum ist ein­ge­laden, das Treiben im Musikgeschäft über den Abend hin­weg zu beobacht­en, ihm beizu­wohnen und vielle­icht sog­ar ein Instru­ment beim Teleshop­ping zu kaufen.