
Der 2022 mit dem Ziel der Förderung zeitgenössischen Ernsten Musik in Memmingen und im Unterallgäu gegründete Verein Musik Hier und Jetzt e.V. schreibt zu seinem fünfjährigen Gründungsjubiläum einen Kompositionswettbewerb aus. Gefragt ist eine Komposition für Flöte, Saxofon, Akkordeon, Hackbrett und Violoncello von ca. 10 bis12 Minuten Dauer. Es sind alle Instrumente zu verwenden. Der Jury gehören an: Konstantia Gourzi, Moritz Eggert und Vladimir Tarnopolski. Das von der Anton & Petra Ehrmann – Stiftung zur Verfügung gestellte Preisgeld beträgt 3000 Euro. Einsendeschluss ist der 31. März 2027.

Der Karl-Sczuka-Preis wird seit 1972 bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen und ist seitdem zur international wichtigsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst geworden. Ausgezeichnet werden soll seit 1972 laut Satzung die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“. Wer den 65. Karl-Sczuka-Preis bekommt, der in diesem Jahr zu vergeben ist, wird die unabhängige Jury, bestehend aus Olaf Nicolai (Vorsitz), Inke Arns, Julia Cloot, Michael Grote, Thomas Meinecke, bei ihrem Treffen im Juni entscheiden. Er ist öffentlich ausgeschrieben und besteht aus einem Hauptpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, sowie einem Förderpreis in Höhe von 2.500 Euro. Mit dem Förderpreis verbunden ist die Möglichkeit einer zweiwöchigen Produktion in einem Hörspielstudio des Südwestrundfunks. Bewerben können sich Autor*innen, Komponist*innen, Regisseur*innen oder Realisationsteams. Sie müssen ihre Produktionen in Form sendefähiger Audio-Dateien mit den erforderlichen Unterlagen bis zum 23. Mai 2026 beim Südwestrundfunk einreichen. Für die Urheber*innen kann auch die Produzentin / der Produzent einreichen. Falls die Erstsendung oder eine Veröffentlichung auf Tonträgern oder online bereits erfolgt sind, darf deren Datum nicht vor dem 1. Juni 2025 liegen. Auch ungesendete Arbeiten sind willkommen.

Das Musikfestival KlangART Vision vergibt den 3. Fanny Mendelssohn Kompositionspreis in Zusammenarbeit mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis, Hamburg und der Moses Mendelssohn Akademie, Halberstadt. Die Bewerbungsphase hat begonnen: Komponist*innen unter 35 Jahren mit EU-Wohnsitz sind eingeladen, sich bis zum 25. April 2026 online zu bewerben. Der Fanny Mendelssohn Kompositionspreis zur Förderung junger zeitgenössischer Komponist*innen ist geknüpft an eine Auftragskomposition und dotiert mit einem Preisgeld von 10.000 Euro, die zweckgebunden für die Aufführung und Verbreitung des Werks eingesetzt werden. Das Stück soll sich in der Instrumentierung an Künstler*innen orientieren, die mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis prämiert worden sind. 2026 war das Flötist Fabian Johannes Egger. Neben der Flöte soll das Werk ein Fagott integrieren, gespielt von Cosima Maria Heilmaier.

Das Theater Magdeburg sucht im Rahmen des Festivals „eXoplanet“ nach innovativen und experimentellen künstlerischen Konzepten für Neues Musiktheater und lobt dafür einen Wettbewerb aus: Bis zum 15. Juni 2026 können Konzepte von Einzelpersonen oder Teams eingereicht werden. Eine Fachjury wählt aus allen Einsendungen das spannendste Projekt aus. Die Siegesproduktion erhält eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro und wird als Uraufführung im Rahmen des Festivals vom 5. bis 9. Mai 2027 in Magdeburg realisiert.


Die Akademie Musiktheater heute sucht junge Talente aus den Bereichen Bühnen- und Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement, Libretto/Text und Regie, die neugierig auf neue Arbeitsmethoden und offen für kollektive Arbeitsprozesse sind, um innovatives Musiktheater mitzugestalten. Für das Akademie Musiktheater heute (AMH)-Stipendium 2026–2028 können sich Studierende und junge Berufstätige bis zum 1. Mai 2026 bewerben. Die Akademie ermöglicht ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten in dem zweijährigen Leadership-Programm den Zugang zu renommierten Opernhäusern, Festivals, ausgewählten Inszenierungen und Hintergrundgesprächen mit Künstlerinnen, Künstlern und Leitungsteams. Im Fokus des Programms stehen Dialog und interdisziplinäres Verständnis in der Auseinandersetzung mit der Vielfalt der zeitgenössischen Musiktheaterszene. Den Abschluss des Stipendiums bildet die kollektive Entwicklung von Musiktheaterminiaturen.
Die Basel Composition Competition (BCC) 2027 ist für ein neues, noch nicht aufgeführtes Werk für Kammer- oder Sinfonieorchester ausgeschrieben. Komponist:innen können bis zum 16. Oktober 2026 auf der Webseite baselcompetition.com Werke einreichen. Nach Abschluss der Bewerbungsphase werden zehn bis zwölf Kompositionen von einer internationalen Jury aus renommierten Komponist:innen unter dem Vorsitz von Michael Jarrell ausgewählt und Ende November 2026 bekanntgegeben. Im April 2027 bringen das Kammerorchester Basel, das Sinfonieorchester Basel und die Basel Sinfonietta die nominierten Werke in Basel zur Aufführung. Die drei bis vier besten Kompositionen werden im Rahmen eines Final-Konzerts am 23. April 2027 ausgezeichnet, darunter ein Publikumspreis. Der BCC zählt mit Preisgeldern von insgesamt 100.000 CHF zu den höchstdotierten internationalen Kompositionswettbewerben für zeitgenössische Musik.
Seit ihrer Eröffnung 1986 vergibt die Paul Sacher Stiftung Stipendien zur Unterstützung von Forschungsaufenthalten in Basel. Ergänzend zu den bisherigen Stipendien zu eingereichten Themen vergibt die Paul Sacher Stiftung neu auch Stipendien für Forschung über vorgegebene Themenbereiche. Diese Themen werden vom Team der Paul Sacher Stiftung aus den Sammlungsbeständen heraus entwickelt und widmen sich verschiedenen Teilbereichen, die aus Sicht der Sammlungsverantwortlichen vertiefte Forschung verdienen. So werden grundlegende erste Auswertungen bisher nicht oder nur wenig erschlossener Bestände möglich. Die formulierten Themen geben dabei einen ersten Rahmen, der im Austausch mit Interessierten spezifiziert werden kann. Die Ausschreibung der Stipendien mit detaillierten Informationen zu den vorgeschlagenen Themen und zu den formalen Richtlinien dieser Stipendien finden sich auf der Webseite der Paul Sacher Stiftung.

