Call for Contributions: Composing Futures. Wie kann Musik öko-soziale Transformation mitgestalten? Gesucht sind Projekte, Ideen und Praktiken aus zeitgenössischer, improvisierter und experimenteller Musik. Die Einreichfrist endet am 18. Mai 2026 (Workshops, Lectures & Kurzpräsentationen).
Dass auch Frauen eine Vielzahl von Werken für das Musiktheater geschrieben haben, beschäftigt die Wissenschaft schon länger. Den Weg in die Theater haben die Werke bis heute jedoch nur selten geschafft. Die internationale Konferenz Komponistinnen für die Oper: Von der Entstehung zur Aufführung am 18. und 19. Mai 2027 im Staatstheater Nürnberg wird sich nun dieser und weiterer Fragen rund um das Thema annehmen. Sie wird vom fimt (Anno Mungen, Lidiia Krier) in Kooperation mit der Hochschule für Musik Nürnberg (Susanne Rode-Breymann, Charlotte Müller), der Technischen Universität Dortmund (Rahel Schwarz) und dem Staatstheater Nürnberg (Johann Casimir Eule) veranstaltet. Die Konferenz verfolgt das Ziel, Wissenschaft und Theaterpraxis zusammenzuführen, um Lösungsansätze für die dauerhafte Integration von Opern von Komponistinnen in Theaterspielpläne zu entwickeln, sowie einen Austausch über bereits gesammelte Erfahrungen zu ermöglichen. Einreichungen sind bis zum 14. Juni 2026 möglich.

Der Karl-Sczuka-Preis wird seit 1972 bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen und ist seitdem zur international wichtigsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst geworden. Ausgezeichnet werden soll seit 1972 laut Satzung die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“. Wer den 65. Karl-Sczuka-Preis bekommt, der in diesem Jahr zu vergeben ist, wird die unabhängige Jury, bestehend aus Olaf Nicolai (Vorsitz), Inke Arns, Julia Cloot, Michael Grote, Thomas Meinecke, bei ihrem Treffen im Juni entscheiden. Er ist öffentlich ausgeschrieben und besteht aus einem Hauptpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, sowie einem Förderpreis in Höhe von 2.500 Euro. Mit dem Förderpreis verbunden ist die Möglichkeit einer zweiwöchigen Produktion in einem Hörspielstudio des Südwestrundfunks. Bewerben können sich Autor*innen, Komponist*innen, Regisseur*innen oder Realisationsteams. Sie müssen ihre Produktionen in Form sendefähiger Audio-Dateien mit den erforderlichen Unterlagen bis zum 23. Mai 2026 beim Südwestrundfunk einreichen. Für die Urheber*innen kann auch die Produzentin / der Produzent einreichen. Falls die Erstsendung oder eine Veröffentlichung auf Tonträgern oder online bereits erfolgt sind, darf deren Datum nicht vor dem 1. Juni 2025 liegen. Auch ungesendete Arbeiten sind willkommen.

Das Theater Magdeburg sucht im Rahmen des Festivals „eXoplanet“ nach innovativen und experimentellen künstlerischen Konzepten für Neues Musiktheater und lobt dafür einen Wettbewerb aus: Bis zum 15. Juni 2026 können Konzepte von Einzelpersonen oder Teams eingereicht werden. Eine Fachjury wählt aus allen Einsendungen das spannendste Projekt aus. Die Siegesproduktion erhält eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro und wird als Uraufführung im Rahmen des Festivals vom 5. bis 9. Mai 2027 in Magdeburg realisiert.
Die Basel Composition Competition (BCC) 2027 ist für ein neues, noch nicht aufgeführtes Werk für Kammer- oder Sinfonieorchester ausgeschrieben. Komponist:innen können bis zum 16. Oktober 2026 auf der Webseite baselcompetition.com Werke einreichen. Nach Abschluss der Bewerbungsphase werden zehn bis zwölf Kompositionen von einer internationalen Jury aus renommierten Komponist:innen unter dem Vorsitz von Michael Jarrell ausgewählt und Ende November 2026 bekanntgegeben. Im April 2027 bringen das Kammerorchester Basel, das Sinfonieorchester Basel und die Basel Sinfonietta die nominierten Werke in Basel zur Aufführung. Die drei bis vier besten Kompositionen werden im Rahmen eines Final-Konzerts am 23. April 2027 ausgezeichnet, darunter ein Publikumspreis. Der BCC zählt mit Preisgeldern von insgesamt 100.000 CHF zu den höchstdotierten internationalen Kompositionswettbewerben für zeitgenössische Musik.
Seit ihrer Eröffnung 1986 vergibt die Paul Sacher Stiftung Stipendien zur Unterstützung von Forschungsaufenthalten in Basel. Ergänzend zu den bisherigen Stipendien zu eingereichten Themen vergibt die Paul Sacher Stiftung neu auch Stipendien für Forschung über vorgegebene Themenbereiche. Diese Themen werden vom Team der Paul Sacher Stiftung aus den Sammlungsbeständen heraus entwickelt und widmen sich verschiedenen Teilbereichen, die aus Sicht der Sammlungsverantwortlichen vertiefte Forschung verdienen. So werden grundlegende erste Auswertungen bisher nicht oder nur wenig erschlossener Bestände möglich. Die formulierten Themen geben dabei einen ersten Rahmen, der im Austausch mit Interessierten spezifiziert werden kann. Die Ausschreibung der Stipendien mit detaillierten Informationen zu den vorgeschlagenen Themen und zu den formalen Richtlinien dieser Stipendien finden sich auf der Webseite der Paul Sacher Stiftung.

