21. März 2018

News

Am 1. Okto­ber 2018 hat Themis, die Ver­trauensstelle gegen sex­uelle Beläs­ti­gung und Gewalt, ihre Arbeit aufgenom­men. Die neu geschaf­fene über­be­triebliche Ver­trauensstelle bietet Beschäftigten aus der Film-, Fernseh- und The­ater­branche, die im Zusam­men­hang mit ihrer beru­flichen Tätigkeit sex­uelle Beläs­ti­gung und Gewalt erfahren haben, einen geschützten Raum, in dem sie sich ein­er Juristin und ein­er Psy­cholo­gin anver­trauen kön­nen. Sie berät Betrof­fene, ver­mit­telt zwis­chen belästigter Per­son und Arbeit­ge­ber und set­zt sich für Präven­tion und Aufk­lärung in den Branchen Film, Fernse­hen, The­ater und Orch­ester ein.

 

«Atem­ber­aubend sou­verän», «tech­nis­che Per­fek­tion», «fes­sel­nde Per­for­mance» – die Kri­tik­er über­schla­gen sich, wenn es um die Perkus­sion­istin Leonie Klein geht. Dem­nächst gibt es den ersten Ton­träger von dem über­ra­gen­den Musik­tal­ent. Dabei bleibt die Musik­erin auf dem heimatlichen Boden und hebt nur ab, wenn es gilt, am Schlagzeug ein Feuer­w­erk zu ent­fachen. Das SWR-Fernse­hen hat die junge Musik­erin für die Rei­he Bekan­nt im Land bei Musikauf­nah­men, in ihrer Hochschule und Zuhause besucht.

 

Die Fes­ti­val­macherIn­nen des Musik­fes­ti­vals Bern 2018 (5. bis 9. Sep­tem­ber) kon­nten eine erfreuliche Bilanz ziehen: Mit einem dicht­en Pro­gramm alter, neuer und exper­i­menteller Musik unter dem Mot­to «unzeit­ig» wurde ein bre­ites Pub­likum erre­icht. Die Zahl der Ein­tritte kon­nte im Ver­gle­ich zum Vor­jahr um 25 Prozent gesteigert wer­den; es wurde eine Aus­las­tung von 80 Prozent bei fast fün­fzig Ver­anstal­tun­gen erre­icht. Im Zen­trum des Fes­ti­vals stand als «unzeit­iger» Com­pos­er in Res­i­dence Bernd Alois Zim­mer­mann; zeitgenössische Kom­pon­istIn­nen reagierten mit eige­nen Arbeit­en auf seine Werke. Weit­er­hin trafen Impro­vi­sa­tio­nen auf Kom­po­si­tio­nen, Alphörner auf E-Gitar­ren und Sprache auf Musik. Konz­erte in ein­er Alt­stadt­woh­nung, auf einem Fussgängerstreifen und im His­torischen Muse­um erkun­de­ten ungewöhnliche Aufführungsorte (Foto: Annette Boutel­li­er).

 

Rein­hard Kager (Foto: Andreas Fis­ch­er) übern­immt ab Okto­ber 2018 die kün­st­lerische Leitung der Klangspuren Schwaz. Der Musikjour­nal­ist, Pub­lizist und Kura­tor löst damit Matthias Oster­wold ab, der seit 2013 die kün­st­lerische Ver­ant­wor­tung für das 1994 gegrün­dete Fes­ti­val innehat­te. Kager, der von 2002 bis 2012 die Jaz­zredak­tion des SWR in Baden-Baden und die Impro­vi­sa­tion­ss­chiene der Do­nau­eschinger Musik­tage geleit­et hat, will ab 2019 mit exper­i­menteller Impro­vi­sa­tion­s­musik im Haupt­abend­pro­gramm der Klangspuren an die große Tra­di­tion der Impro­vi­sa­tion in Schwaz anknüpfen, die einst durch den Jaz­zclub „Eremitage“ begrün­det wurde.

 

Zur diesjähri­gen Jahresta­gung der Gesellschaft für Musik­forschung in Osnabrück vom 25. bis 28. Sep­tem­ber 2018 an der Uni­ver­sität Osnabrück wer­den rund 250 Musik­wis­senschaft­lerIn­nen aus Europa und den USA erwartet. Ein­er der The­men­schw­er­punk­te ist „Musik im Ersten Weltkrieg“.  Hier geht es um die Auswirkun­gen und Ein­flüsse des Krieges auf die Musik in Deutsch­land, Eng­land, Ital­ien, Frankre­ich und Rus­s­land: um wider­ständi­ge Sol­daten­lieder, die Rolle der Unter­hal­tungsmusik an der Heimat­front, die Reak­tio­nen des Musik­be­triebs auf den Kriegszu­s­tand und vieles mehr. (Bild: Bild­postkarte­nar­chiv Uni­ver­sität Osnabrück)

 

Die Gesellschaft für bedro­hte Völk­er (GfbV) bringt jährlich einen Bild­kalen­der her­aus. Welche zen­trale Bedeu­tung der Tanz für das kul­turelle Selb­stver­ständ­nis haben kann, will der Kalen­der 2019 Beschwingt: Musik und Tanz in aller Welt verdeut­lichen. Die zwölf Kalen­derblät­ter zeigen u. a. Tänz­erinnnen und Tänz­er der Turkana in Kenia, der Tuareg in Nordafri­ka (Bild), der Anishin­abe in Kana­da oder der Itelme­nen in Sibirien. Auf den Rück­seit­en der Monats­blät­ter ist jew­eils mehr über die Lage der Volks­grup­pen zu erfahren. Mit dem Kauf des Kalen­ders unter­stützt man die Men­schen­recht­sar­beit der GfbV.

 

Bun­desweit engagieren sich Vere­ine, Pri­vat­per­so­n­en und öffentliche Insti­tu­tio­nen des Musik­lebens in ein­er Vielzahl von nach­halti­gen Inte­gra­tionspro­jek­ten. Sie nutzen dabei die spez­i­fis­chen Möglichkeit­en der Musik. Das Infor­ma­tion­sportal Musik und Inte­gra­tion des Musik­in­for­ma­tion­szen­trum (MIZ) des Deutschen Musikrats bün­delt das Ange­bot an Pro­jek­ten und Ini­ta­tiv­en und bietet den Akteuren der Szene Möglichkeit­en zum Aus­tausch.