Kösterke, Doris

Die westliche Welt muss dem Anderen Raum geben

Doris Kösterke im Gespräch mit dem jordanischen Komponisten Saed Haddad

erschienen in: Neue Zeitschrift für Musik 2011/01 , Seite 56
Saed Haddad wurde 1972 in Zarka/Jordanien geboren und lebt heute in Deutschland. Er studierte Philosophie in Belgien, danach Komposition in Jordanien, Israel und Großbritannien (PhD bei George Benjamin) und besuchte u. a. Meisterklassen von Louis Andriessen, Helmut Lachenmann und Pascal Dusapin. Seine Musik wurde von Europas renommiertesten Ensembles, Orchestern und Festivals aufgeführt. Haddad, der Gastlehrer an vielen Universitäten Europas war, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter «Le prix de Rome» 2008-2010. In seinen Arbeiten erforscht er seine Identität als «Anderes» im Spannungsfeld westlicher und arabischer Traditionen – zugleich Teil von ihnen und Außenseiter. Gerade erschien seine erste CD in der «Edition Zeitgenössische Musik» des Deutschen Musikrats. Doris Kösterke hat ihn für uns befragt.