Struck-Schloen, Michael

Emigration und Rückkehr

Die Berliner Komponistin Ursula Mamlok

erschienen in: Neue Zeitschrift für Musik 2011/06 , Seite 14

Michael Struck-Schloen porträtiert das Leben und das Werk der vor fünf Jahren aus den USA nach Deutsch­land zurück­gekehrte Kom­pon­istin Ursu­la Mam­lok, die 1923 in Berlin geboren wurde. Mam­loks Musik atmet auf eine selt­sam nos­tal­gis­che, aber auch über­wälti­gend frische Art Geist und Aus­druck der Vorkriegs­jahre in Europa. Zwar hat Ursu­la Mam­lok die Zwölfton­musik erst in den späten 1940er Jahren studiert, als sie auf Ernst Kreneks Lehrbuch der Zwölfton­musik für Anfänger stieß und kurzen, inten­siv­en Unter­richt bei Roger Ses­sions genoss, gle­ich­wohl blieb die klas­sis­che Dodeka­fonie – nach neok­las­sizis­tis­chen Übun­gen à la Hin­demith im hochel­e­gan­ten Bläserquin­tett von 1956 – die «organ­isatorische» Grund­lage für die meis­ten ihrer Stücke.