fm Flexible Music

Werke von Louis Andriessen, Nico Muhly, John Link, Ryan Streber, Orianna Webb, Vineet Shende

Verlag/Label: New Focus Recordings, FCR105
erschienen in: Neue Zeitschrift für Musik 2010/05 , Seite 84

Musikalis­che Wer­tung: 4
Tech­nis­che Wer­tung: 4
Reper­toirew­ert: 4
Book­let: 3
Gesamtwer­tung: 4


Sax­o­fon, Gitarre, Klavier und Schlagzeug: das New York­er Ensem­ble «Fle­xible Music» ste­ht schon durch seine aus­ge­fal­l­ene Beset­zung zwis­chen neuer Musik, Jazz und Pop­musik. Außer Louis Andriessens motorisch-nervösem Hout (1991) gibt es wenige Kom­po­si­tio­nen für die For­ma­tion, die dieses Bezugsstück auch an den Anfang ihrer Debüt-CD stellt. Die «mis­sion to expand the reper­toire for their excit­ing instru­men­ta­tion» hat die Musik­er dazu geführt, seit dem Beginn ihrer Zusam­me­nar­beit im Jahr 2003 rund dreißig neue Stücke anzure­gen – ein­schließlich der pat­tern-lasti­gen Flex­i­ble Music von Nico Muh­ly, von der sich das Ensem­ble auch gle­ich noch den Namen lieh. 
Das stilis­tis­che Feld der auf der CD ver­sam­melten Stücke ist damit erst ein­mal ver­messen: Meist ist das von ein­er großen ästhetis­chen Durch­läs­sigkeit geprägte Reper­toire in typ­isch US-amerikanis­ch­er Offen­heit vital­is­tisch bewegt. Around the Bend von John Link mon­tiert «groovige» Rhyth­men mit einem Zitat aus Verdis Fal­staff; Clos­ing Time von Ryan Stre­ber besitzt stel­len­weise den Anstrich ein­er Jazz-Impro­vi­sa­tion. Haru­ka Fujii (Schlagzeug), Eric Hueb­n­er (Klavier), Tim­o­thy Ruede­man (Sax­o­fon) und Daniel Lip­pel (Gitarre) inter­pretieren all dies leb­haft und zupackend.

Daniel Ender