Nonnenmann, Rainer

Im Westen was Neues

Junge Ensembles Neuer Musik aus Köln

erschienen in: Neue Zeitschrift für Musik 2016/04 , Seite 56

Während der 1950er und 60er Jahre ein Zen­trum der Nachkriegsa­vant­garde – für manche gar die «Welthaupt­stadt der Neuen Musik» – war der glänzende Ruf von Köln bis Anfang der 2000er Jahre gründlich ruiniert. Die einst inter­na­tion­al ausstrahlende Musik­stadt wurde zum siechen Patien­ten: ohne Mit­tel, Kräfte und neue Impulse. Ver­ant­wortlich für den Nieder­gang waren struk­turelle, finanzielle und per­son­elle Gründe, die sich mit jew­eils spez­i­fisch ver­schiede­nen Aus­prä­gun­gen auch in anderen Städten, Län­dern und Regio­nen beobacht­en lassen. Das gilt eben­so für Fak­toren, die sich bin­nen kurz­er Zeit auch pos­i­tiv auswirken kön­nen. Und tat­säch­lich ließ nach Stag­na­tion und Abbau die Kehrtwende in Köln nicht lange auf sich warten.