Brian Ferneyhough, Klaus Lang, Carola Bauckholt, Jorge E. Lopez

Schlamm

Verlag/Label: Wergo, Edition Musikfabrik, WER 68642
erschienen in: Neue Zeitschrift für Musik 2017/01 , Seite 72

Musik: 4  |  Tech­nik: 4  |  Book­let: 3

„Den orig­inell­sten Beitrag liefert Car­o­la Bauck­holt mit dem Ensem­blestück Schlamm­flocke (2010), dem sich auch die Titel­ge­bung der Pro­duk­tion ver­dankt: Das Werk ent­pup­pt sich als feines Miteinan­der auf­platzen­der gestis­ch­er Momente wie Qui­etschen, Pfeifen und Fiepsen, die gele­gentlich mit wellenar­tig anrol­len­den Klang­bän­dern in den tiefen Reg­is­tern kon­fron­tiert wer­den. Bauck­holt regt damit zwar die Entste­hung assozia­tiv­er Bild­fol­gen im Kopf des Hö­rers an – man mag sich an ein Bes­tiar­i­um aus aller­lei Tier­stim­men erin­nert fühlen –, ver­weigert jedoch jeglichen Schlüs­sel zu dessen Inter­pre­ta­tion und formt stattdessen aus den ver­wen­de­ten Klän­gen ein behut­sam sich verän­dern­des Klangszenario, dessen Nachze­ich­nung durch das Ensem­ble unter Leitung Enno Poppes ein hohes Maß an Plas­tiz­ität erre­icht.“ (Ste­fan Drees)