Musik als Mittel des Gedenkens – Messiaen-Tage 2026
Die Messiaen-Tage in Görlitz und Zgorzelec erinnern an das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A und an das Schicksal der Gefangenen, die in Görlitz und Umgebung als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Zwischen 1939 und 1945 waren dort über 120.000 Soldaten inhaftiert, rund 12.000 starben. Der französische Komponist Olivier Messiaen komponierte hier sein „Quartett auf das Ende der Zeit“, das 1941 im Lager uraufgeführt wurde. Das Festival wird vom Verein Meetingpoint Memory Messiaen e.V. organisiert, der die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIII A erforscht, vermittelt und im öffentlichen Bewusstsein verankert. Die Messiaen-Tage 2026 hatten ihren Auftakt bereits im Januar mit der Aufführung des „Quartetts auf das Ende der Zeit“ am Jahrestag seiner Uraufführung und werden vom 1. bis 3. Mai 2026 in Görlitz und Zgorzelec fortgesetzt. Sie verbinden Konzerte, Ausstellungen und historisch-politische Bildungsformate.


