UdK Berlin: Auflösung des Masterstudiengangs „Sound Studies and Sonic Arts”
Am 13. Januar 2026 gab die Universität der Künste Berlin (UdK) die Schließung aller Masterstudiengänge am Zentralinstitut für Weiterbildung und Transfer (ZIWT) bekannt. Durch einen sofortigen Zulassungsstopp für das akademische Jahr 2026 wurde die Auflösung des Masterstudiengangs Sound Studies and Sonic Arts eingeleitet. Die Folgen könnten dramatischer nicht sein: Damit verliert die UdK Berlin als größte Kunstuniversität Europas mit ihrem Anspruch, mit über 70 Studiengängen das gesamte Spektrum der Künste abzudecken, nicht nur eine ganze Disziplin, es verliert auch die Stadt Berlin, weltweit bekannt als Zentrum der Klangkunst und experimentellen elektronischen Musik, ihren einzigen Studiengang auf Hochschulniveau in diesem Bereich. Dies geschieht in einer Zeit, in der die UdK mit erheblichen Budgetkürzungen zu kämpfen hat. Als Grund für die Schließung des Studiengangs wurde jedoch die Anpassung der Hochschulstrukturen an das geänderte Berliner Hochschulgesetz angeführt. Der Masterstudiengang „Sound Studies and Sonic Arts” besteht seit nunmehr zwanzig Jahren als Ort der künstlerischen Forschung, des theoretischen Diskurses, innovativer Pädagogik und des internationalen Austauschs. Einmal aufgelöst, kann diese gewachsene Struktur der Wissensvermittlung und der Etablierung künstlerischer Exzellenz nicht wiederhergestellt werden. In einem Open Letter: Against the closure of the Master’s program Sound Studies and Sonic Arts at the Berlin University of the Arts (UdK Berlin) fordern zahlreiche Unterzeichende “ein zukunftsweisendes institutionelles Modell für die Klangkünste an dieser Universität”.


