Berlin: Internationale Konferenz AIMC 2026 zu KI und musikalischer Kreativität
Künstliche Intelligenz verändert, wie Musik entsteht, produziert und gehört wird. KI-Systeme erzeugen inzwischen täglich Millionen von Tracks und greifen damit unmittelbar in kreative Prozesse ein. Was bedeutet das für musikalisches Können, künstlerische Autorschaft und das Hören? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Internationale Konferenz AI Music Creativity (AIMC) vom 16. bis 18. September 2026 im Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung (SIM) in Berlin. Unter dem Titel „Die generative Wende. Musikalische Praxis im Zeitalter radikaler Reproduzierbarkeit“ bringt die AIMC 2026 Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen aus Musikforschung, Data Science, Technologie und künstlerischer Praxis zusammen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Computer-assisted Creativity, Machine Listening, KI-gestützte Performance-Systeme, Robotik und Sonifikation sowie Fragen zu Urheberrecht, Datenrechten, kultureller Identität und den ethischen und politischen Bedingungen der Musikproduktion. Wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen treffen auf Workshops, Konzerte und künstlerische Arbeiten, in denen KI selbst zum Bestandteil des kreativen Prozesses wird. Zu den internationalen Gästen gehören die Musikerin und Wissenschaftlerin Anna Xambó von der Queen Mary University of London und der Künstler und Forscher Mat Dryhurst. Xambó widmet sich in ihrer Performance-Keynote „Inventions for Machines: Live-Coded Dreams“ dem Zusammenspiel von maschinellem Hören, KI, Ort, Erinnerung und menschlicher Kreativität. Dryhurst untersucht in seiner Keynote „Protocol Art“ technische Systeme, Regeln und Infrastrukturen selbst als Gegenstand künstlerischer Gestaltung.


